Präambel

Präambel

Die¬†EL PUENTE-Stiftung¬†verfolgt das Ziel, das Bewusstsein der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland f√ľr die Belange der „Entwicklungsl√§nder“ zu erwei¬≠tern, indem sie entwicklungspolitische √Ėffentlichkeits- und Bildungsarbeit f√∂rdert. Ein Schwerpunkt ist der partnerschaftliche Handel der alternativen Handelsorganisationen.

Entwicklungspolitischer Hintergrund

Die wirtschaftliche und politische Lage der ‚ÄěEntwicklungsl√§nder‚Äú und ihre Einordnung wird aus der voreingenommenen Sicht der „Industriel√§nder“ gesehen, die gepr√§gt ist vom materiellen Wohlstand und materiellen Denken.

Die sogenannten ‚ÄěEntwicklungsl√§nder‚Äú sind z. Zt. gepr√§gt von einem starken sozialen und wirtschaftlichen Gef√§lle innerhalb ihrer Gesellschaft. Einer relativ kleinen Oberschicht steht eine breite wirtschaftlich und sozial benachteiligte, meist l√§ndliche Bev√∂lkerung gegen√ľber. Dieser fehlt eine aus¬≠reichende me¬≠dizinische Versorgung, weitergehende schulische Bildung und notwendige Infrastruktur. Zunehmende Landflucht sorgt f√ľr das Anwachsen einer extrem verarmten st√§dtischen Unterschicht.

Im Gegensatz dazu zieht in der Regel die Oberschicht ihren Nutzen aus dem Au√üenhandel mit den Industrienationen und treibt die Industrialisierung aus Macht- und Prestigegr√ľnden voran. Kennzeichnend f√ľr die Situation in den „Entwicklungsl√§ndern“ ist auch die √úberbewertung von Kultur, Konsumgewohnheiten und technischen Neuerungen der Indu¬≠strienationen und eine Unterbewertung der aus der eigenen Kultur hervorgegangenen Erzeugnisse und F√§higkeiten.

Die Ursache f√ľr die jetzige Situation der „Entwicklungsl√§nder“ ist auch in der Kolonialzeit zu sehen, in der die Kolonialm√§chte die damaligen Kolonien f√ľr den Ausbau der eigenen Macht und Wirtschaft nutzten. √Ąhnlich handeln die heutigen Industrienationen, die die „Entwicklungsl√§nder“ in dieser Abh√§ngigkeit halten. So liefern die Industrienationen oft teure und unn√∂tige Ausr√ľstungsg√ľter, die mehr den Be¬≠d√ľrfnissen der eigenen Exportwirtschaft entsprechen als denen der „Entwicklungsl√§nder“. Ziel der In¬≠dustrienationen ist die Erhaltung der billigen Rohstoffquellen, denn unser Wohlstand basiert auf billi¬≠gen Rohstoffen und billiger Energie. In den letzten Jahren litten die „Entwicklungsl√§nder“ zunehmend unter Devisen- und W√§hrungsspekulationen sowie der Zinspolitik der Industrienationen, was oftmals zu Eingriffen des Internationalen W√§hrungsfonds (IWF) gef√ľhrt hat.

Zielvorstellung

Die¬†EL PUENTE-Stiftung¬†unterst√ľtzt eine eigenst√§ndige, unabh√§ngige Entwicklung, die das Wohl der Mehrheit der Bev√∂lkerung verfolgt, die Minderheiten sch√ľtzt und die Deckung der Grundbed√ľrfnisse in den „Entwicklungsl√§ndern“ anstrebt.

Entwicklungshilfe durch Handel

Eine solche Entwicklung kann nur dann gelingen, wenn die ma√ügeblich von den Industrienationen be¬≠stimmte Weltwirtschaftsordnung so ge√§ndert wird, dass die Interessen der ‚ÄěEntwicklungsl√§nder‚Äú st√§rker ber√ľcksichtigt werden. Eine eigenst√§ndige Entwicklung der „Dritte-Welt-L√§n¬≠der“ liegt jedoch nicht im Interesse derjenigen, die aus der bestehenden Weltwirtschafts¬≠ordnung ihren Nutzen ziehen. Der alternative Dritte-Welt-Handel zwischen Projektpartnern in den „Entwicklungsl√§ndern“ und den Organisationen des alternativen Handels versucht in dieser ung√ľnstigen Situation Zeichen zu setzen.

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