Stiftung

cropped-header_elpuente.png

Stiftung

Idee
Die Stiftung will das Bewusstsein der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland für die Belange der Länder der südlichen Hemisphäre erweitern, indem sie entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit fördert. Einerseits sollen Gruppen und Initiativen finanziell unterstützt werden, die hier bei uns Bildungs-Maßnahmen durchführen, andererseits wird die Stiftung eigene Initiativen ergreifen. Die Stiftung steht in der Kontinuität der EL PUENTE Familie, die sich der Nachhaltigkeit und dem fairen Handel verpflichtet fühlt.
Die EL PUENTE Stiftung steht für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Präambel
Die EL PUENTE-Stiftung verfolgt das Ziel, das Bewußtsein der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland für die Belange der „Entwicklungsländer“ zu erwei­tern, indem sie entwicklungspolitische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit fördert. Ein Schwerpunkt ist der partnerschaftliche Handel der alternativen Handelsorganisationen.

Entwicklungspolitischer Hintergrund
Die wirtschaftliche und politische Lage der „Entwicklungsländer“ und ihre Einordnung wird aus der voreingenommenen Sicht der „Industrieländer“ gesehen, die geprägt ist vom materiellen Wohlstand und materiellen Denken.

Die sogenannten „Entwicklungsländer“ sind z. Zt. geprägt von einem starken sozialen und wirtschaftlichen Gefälle innerhalb ihrer Gesellschaft. Einer relativ kleinen Oberschicht steht eine breite wirtschaftlich und sozial benachteiligte, meist ländliche Bevölkerung gegenüber. Dieser fehlt eine aus­reichende me­dizinische Versorgung, weitergehende schulische Bildung und notwendige Infrastruktur. Zunehmende Landflucht sorgt für das Anwachsen einer extrem verarmten städtischen Unterschicht.

Im Gegensatz dazu zieht in der Regel die Oberschicht ihren Nutzen aus dem Außenhandel mit den Industrienationen und treibt die Industrialisierung aus Macht- und Prestigegründen voran. Kennzeichnend für die Situation in den „Entwicklungsländern“ ist auch die Überbewertung von Kultur, Konsumgewohnheiten und technischen Neuerungen der Indu­strienationen und eine Unterbewertung der aus der eigenen Kultur hervorgegangenen Erzeugnisse und Fähigkeiten.

Die Ursache für die jetzige Situation der „Entwicklungsländer“ ist auch in der Kolonialzeit zu sehen, in der die Kolonialmächte die damaligen Kolonien für den Ausbau der eigenen Macht und Wirtschaft nutzten. Ähnlich handeln die heutigen Industrienationen, die die „Entwicklungsländer“ in dieser Abhängigkeit halten. So liefern die Industrienationen oft teure und unnötige Ausrüstungsgüter, die mehr den Be­dürfnissen der eigenen Exportwirtschaft entsprechen als denen der „Entwicklungsländer“. Ziel der In­dustrienationen ist die Erhaltung der billigen Rohstoffquellen, denn unser Wohlstand basiert auf billi­gen Rohstoffen und billiger Energie. In den letzten Jahren litten die „Entwicklungsländer“ zunehmend unter Devisen- und Währungsspekulationen sowie der Zinspolitik der Industrienationen, was oftmals zu Eingriffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) geführt hat.

Zielvorstellung
Die EL PUENTE-Stiftung unterstützt eine eigenständige, unabhängige Entwicklung, die das Wohl der Mehrheit der Bevölkerung verfolgt, die Minderheiten schützt und die Deckung der Grundbedürfnisse in den „Entwicklungsländern“ anstrebt.

Entwicklungshilfe durch Handel
Eine solche Entwicklung kann nur dann gelingen, wenn die maßgeblich von den Industrienationen be­stimmte Weltwirtschaftsordnung so geändert wird, dass die Interessen der „Entwicklungsländer“ stärker berücksichtigt werden. Eine eigenständige Entwicklung der „Dritte-Welt-Län­der“ liegt jedoch nicht im Interesse derjenigen, die aus der bestehenden Weltwirtschafts­ordnung ihren Nutzen ziehen. Der alternative Dritte-Welt-Handel zwischen Projektpartnern in den „Entwicklungsländern“ und den Organisationen des alternativen Handels versucht in dieser ungünstigen Situation Zeichen zu setzen.